sportliche berg- und talfahrt

Werfen und fangen. Werfen und fangen kann ich sehr gut. Das ist genau meine Sportart. Ich weiß nicht, ob jeder ‘seinen’ Sport hat, der am besten zu ihm passt. Was heißt denn “passen” tatsächlich? (Was heißt “Sport”?!) Vielleicht ist es die Bewegung, die man angenehm findet und die einem Freude bringt.

Spaß und Freude durch körperliche Bewegung ist mir sehr wichtig. Ansonsten fühlt es sich nur an wie Arbeit! Ich treibe seit meiner Kindheit Sport. In der 2. Klasse habe ich Badmintonunterricht gehabt. Während der Pausen in der 3. und 4. Klassen habe ich nur gebolzt. In der 5. Klasse habe ich Basketball für mich entdeckt und mich sofort, für das nächste Jahrzehnt, in ihn verliebt. Nebenbei habe ich in der 7. Klasse mit Feldhockey und Netzball angefangen, die ich die nächsten vier bzw. sechs Jahren spielen würde. Dennoch stand Basketball stand immer ganz Vorne auf meiner Prioritätenliste.

In der Schule war Sport für mich immer mehr als bloße Übung. Ich habe nicht trainiert, sondern gespielt. Außerdem hatte ich ganz ohne Absicht ausschließlich Mannschaftssport betrieben. Meine Mannschaft war eine Gemeinschaft, in der ich mich angehörig fühlte. Meine Mannschaftskamaraden zählten zu meinen besten Freunden. Sogar jetzt bin ich immer noch beeindruckt von dem Gefühl, dass ich je irgendwo, zu irgendwas, gehört habe. Auf dem Platz und dem Feld konzentriert man sich nur auf das Spiel – wo der Ball und die anderen Spieler sind – und der Rest der jugendlichen Sorgen bleibt abseits vom Spielfeld. Was für eine Zuflucht für einen Teenager!

Dann kam die Uni. Während meines Bachelorstudiums wurde ich faul und unmotiviert. Im ersten Semester habe ich natürlich versucht, Basketball zu spielen, aber die anderen waren viel besser als ich und ich habe deshalb die Lust verloren. Der Sport hat mir so keinen Spaß mehr gemacht. Vielleicht ist das ja die Tragödie.

Von 2007 bis 2013 habe ich fast nichts Sportliches unternommen. Furchtbar, oder?

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Die einzige Ausnahmen waren ein paar Fahrradtouren sowie einige schöne Wanderungen in Bergen und an Küsten. Diese Unternehmungen halte ich aber nicht für Sport, wenn sie auch Sport sind. Der Grund dafür liegt darin, dass ich einfach in der freien Natur sein wollte. Meistens findet man mehr Wildnis zu Fuß oder mit zwei Rädern als mit dem Auto.

Dann bin ich umgezogen und habe langsam angefangen zu laufen. Ne, Quatsch – zu joggen! In Hamburg wohnt man in den meisten Fällen in der Nähe von einem Park oder irgendeiner Grünfläche, und damals war ich neben dem Stadtpark, der unendlich viel Lauffläche bietet. Ich hatte zur gleichen Zeit bei meiner ersten “echten” Arbeitsstelle angefangen. Hatte das irgendwas mit der Motivation zu tun? Mehr Routine, wenige Unsicherheit?

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Das Laufen habe ich bis vor kurzem nur ab und zu praktiziert. Am ersten Tag meiner Arbeitslosigkeit letztes Jahr habe ich mich erneut mit voller Absicht für das Laufen engagiert. Anfangs konnte ich nicht mehr als 2 km am Stück laufen, dafür aber drei Mal pro Woche. Heute – also, nach einem Jahr – sind 7,5km nichts Besonderes mehr. Mein aktuelles Ziel für diesen Sommer ist es, einen 10km-Lauf innerhalb von 65 Min zu laufen. Mein langfristiges Ziel ist einen Halbmarathon, bevor ich 30 werde, zu beenden.

Was mich im Moment total freut ist meine kürzliche Rückkehr zum Mannschaftssport – nämlich Ultimate Frisbee und Beach Volleyball. Keiner der Beiden ist mir sehr vertraut, aber trotzdem fühle ich mich in meiner Haut während der Spiele wohl. Und da ich neulich erst nach Rostock gezogen bin, hat es noch einen riesigen Vorteil: es ist wahnsinnig wie viel einfacher, Leute beim Sport anstatt bei irgendwelchen Stammtischen oder Meet-Ups kennenzulernen!

Ach ja: Ich fange jetzt zum ersten Mal an, nicht nur auf mein Herzkreislaufsystem sondern auch meine Muskulatur bzw. Kraft und Balance zu achten. Ich erfreue mich an diesem ganzheitlicheren Ansatz.

Als Reaktion auf den Blogeintrag ‘Sports: My Evolution’ von Jens

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